Was tun, wenn Sie Ihre private Krankenversicherung nicht mehr bezahlen können?


Dass die Krankenkassenprämien steigen, ist kein Phänomen privater Anbieter. Wer gesetzlich und privat krankenversichert ist, muss damit rechnen, dass seine Beiträge im Laufe seines Lebens steigen. Gründe dafür sind verschiedene Faktoren wie der demografische Wandel, ungünstige Zinsen, gestiegene Kosten für die medizinische Versorgung oder die Inflation. Es gibt aber auch ganz persönliche Gründe: Arbeitslosigkeit, Elternschaft, Krankheit oder eine schlechte Geschäftslage bei Selbstständigen können zu finanziellen Engpässen führen. Hier zeigen wir verschiedene Lösungen für Privatversicherte mit Zahlungsschwierigkeiten.

Optionen für niedrigere PKV-Beiträge

Veränderungen im Leben können dazu führen, dass Sie sich die Beiträge zur privaten Krankenversicherung nicht mehr oder nicht mehr so ​​komfortabel leisten können. Eigentlich raten wir allen unseren Kunden, ihren Versicherungsschutz regelmäßig, zum Beispiel alle fünf Jahre oder nach größeren Prämienerhöhungen, zu überprüfen – bzw. überprüfen zu lassen. Wenn sich jemand die Beiträge nicht mehr leisten kann, gibt es verschiedene Möglichkeiten, dieses Problem zu lösen.

Option 1: der interne Tarifwechsel

Besonders unabhängig davon, ob Sie Beiträge schulden, lohnt es sich, Ihren Versicherungsschutz prüfen zu lassen, da der Versicherer immer wieder neue Tarife mit vergleichbaren Leistungen und oft auch günstigeren Konditionen herausbringt. Jeder Versicherte kann bei seiner Versicherung kurzfristig in einen anderen Tarif wechseln. Viele Menschen wissen nichts über ihr Tarifwechselrecht und die Möglichkeit, deutlich zu sparen. Der Vorteil des internen Tarifwechsels besteht darin, dass die Altersvorsorge vollständig erhalten bleibt und ein Gesundheitscheck – wenn überhaupt – nur für Zusatzleistungen im neuen Tarif erforderlich ist. Die Zahlen sprechen für sich: Wer bei uns intern seinen Tarif wechselt, spart durchschnittlich 43 Prozent Prämien – und das nachhaltig.

Variante 2: die Sozialtarife der PKV

Die PKV-Sozialtarife fallen unter die Standardtarif und die Basistarif. Beide bieten Leistungen etwa auf dem Niveau der gesetzlichen Krankenversicherung und sind daher in der Regel günstiger als „normale“ Tarife in der PKV-Vollversicherung.

Die Beiträge wurden zum 1. Juli erhöht. Der durchschnittliche monatliche Beitrag in Standardtarif Nach Angaben des PKV-Verbandes ist sie auf rund 500 Euro gestiegen; vorher waren es rund 400 Euro. Dies entspricht einer deutlichen Steigerung von rund 25 Prozent. Obwohl der Standardtarif in der privaten Krankenversicherung branchenweit einheitlich geregelt ist, kann er für die einzelnen Versicherten unterschiedlich sein. Denn auch Faktoren wie Eintrittsalter, Höhe der Verwaltungskosten oder Selbstbehalte haben einen Einfluss.

Die Beitragsanpassung in Basistarif fällt etwas moderater aus und betrifft auch weniger Versicherte, weil ihr Beitrag bereits auf den Höchstbeitrag des Grundtarifs begrenzt ist oder sie aufgrund ihrer Hilfsbedürftigkeit ohnehin nur einen reduzierten Beitrag zahlen.

Der Standard- und Basistarif in der privaten Krankenversicherung steht unterschiedlichen Personengruppen offen. So können Sie zum Beispiel nur dann in den Standardtarif wechseln, wenn Sie Ihre private Krankenversicherung bereits vor 2009 abgeschlossen haben. Ansonsten können Sie in den Basistarif wechseln, der sich vor allem an Sozialhilfebedürftige richtet. Auch hier gelten bestimmte Einreisebestimmungen.

Im Falle einer vorübergehenden Zahlungsunfähigkeit, also wenn feststeht, dass Beiträge ab einem bestimmten Zeitpunkt, z. B. mit dem neuen Arbeitsvertrag, wieder gezahlt werden können, können Sie dies nach den gesetzlichen Vorgaben tun Notfalltarif sich ändern, genauer: der Versicherer macht es. Der Notfalltarif bietet nur einen sehr eingeschränkten Versicherungsschutz. Es deckt beispielsweise nur die Betreuung akuter Erkrankungen und Schmerzzustände sowie Schwangerschafts- und Entbindungsleistungen ab. Allerdings kostet es nur rund 100 Euro zuzüglich Pflegeversicherung, wodurch Beitragsschuldner ihre Rückstände schneller abbauen können. Sobald die Schulden beglichen sind, gilt automatisch wieder der bisherige Versicherungsschutz. Zu beachten ist zudem, dass beim Notbezug auch die bisher angesparte Altersvorsorge in Anspruch genommen wird und daher bei der Rückkehr in den Normaltarif mit höheren Beiträgen zu rechnen ist.

Option 3: Wechsel zur GKV

Angesichts der hohen Beiträge in der privaten Krankenversicherung denken viele darüber nach, wieder in die gesetzliche Krankenversicherung zu wechseln. Dies ist nicht immer möglich; Besonders für ältere Menschen ist es oft schwierig.

Eine Rückkehr zur GKV ist unter folgenden Voraussetzungen möglich:

  • Bei einem Wechsel in ein Arbeitsverhältnis, z. B. Ihr Einkommen unterschreitet die Jahresgehaltsgrenze und Sie sind jünger als 55 Jahre.
  • Beim Wechsel in Teilzeit, z. B. während der Elternzeit. In diesem Fall unterschreitet Ihr Gehalt die Versicherungspflichtgrenze und Sie unterliegen der gesetzlichen Krankenversicherung.
  • Zu Beginn des Studiums oder der Ausbildung.
  • Beim Einstieg ins Berufsleben.

Wenn eine dieser Bedingungen zutrifft, haben Sie häufig ein Sonderkündigungsrecht und können unabhängig von der Vertragslaufzeit kündigen. Eine Ausnahme bilden privatversicherte Personen ab 55 Jahren. Wenn Sie in den letzten fünf Jahren nicht gesetzlich krankenversichert waren und mehr als zweieinhalb Jahre versicherungsfrei, von der Versicherungspflicht befreit oder hauptberuflich selbstständig waren, ist ein Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung nicht möglich.

Option 4: Wechsel Ihrer privaten Krankenversicherung

Guter Rat hilft, Frust und Ärger zu vermeiden. Der Gedanke liegt auf der Hand, dass man durch den Wechsel zu einer anderen privaten Krankenversicherung sparen kann. In der Realität erweist sich ein Anbieterwechsel meist als Verlustgeschäft. Das liegt zum einen an der Altersvorsorge, die größtenteils beim bisherigen Versicherer verbleibt und nicht mitgenommen werden kann. Ein weiterer Kostentreiber ist die Gesundheitsuntersuchung, die wiederholt werden muss. Dabei werden bereits erworbene Erkrankungen oder abgeschlossene Therapien und andere Behandlungen dokumentiert und „ausgewertet“. Grundlage für die Beitragsberechnung ist der aktuelle Gesundheitszustand. Statistisch gesehen wird sich dies im Laufe der Jahre verschärfen, so dass mit Risikoprämien und Leistungsausschlüssen bis hin zur Ablehnung aufgrund des hohen Risikos gerechnet werden muss. In der Realität ist die Möglichkeit, die private Krankenversicherung zu wechseln, überhaupt keine echte Option und möglicherweise nur für diejenigen interessant, die unter 45 Jahre alt sind und weniger als zehn Versicherungsjahre haben.

Option 5: Kleinere Tarifoptimierungen

Hier fassen wir Optionen zur Tarifoptimierung zusammen, die in der Regel recht einfach umzusetzen sind und dabei helfen können, die Beitragshöhe zu senken. Wer seine Zahlungsart bereits auf jährliche Zahlung umgestellt hat, kann einen gewissen Rabatt erhalten. Dies hängt jedoch vom Anbieter ab. Auch die Möglichkeit der Prämienrückerstattung liegt in Ihrem Ermessen und hängt von der Rentabilität des Versicherers ab. Auch diese bietet nicht jeder an. Der Vorteil besteht darin, dass Sie bis zu mehreren Monatsbeiträgen Geld zurückerhalten können, wenn keine Rechnung eingereicht wird. Vorsorgeuntersuchungen sind ausgeschlossen. Auch beim Leistungsumfang können Sie sparen: Wenn Sie auf Leistungen wie ein Einzelzimmer oder die Behandlung durch einen Oberarzt verzichten können, können Sie unter Umständen günstiger reisen. Viele nutzen bereits einen höheren Selbstbehalt. Dabei gilt: Wenn Sie eine höhere Franchise wählen, zahlen Sie geringere Prämien.

So können Sie Ihre Beiträge nachhaltig reduzieren

Wer Geldsorgen hat, sucht überall nach Sparmöglichkeiten. Dazu gehört auch die Frage: Wie komme ich aus der privaten Krankenversicherung heraus? Abgesehen davon, dass ein Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung teilweise sehr schwierig ist und ein Wechsel zu einer anderen privaten Krankenversicherung aus finanziellen Gründen grundsätzlich nicht zu empfehlen ist, bietet der (vorübergehende) Wechsel in einen der Sozialtarife, insbesondere aber der interne Tarifwechsel, weitaus bessere Aussichten.

Wenn Sie sich die PKV-Beiträge nicht mehr leisten können oder wollen, lassen Sie sich am besten von Versicherungsexperten professionell beraten. Mit ihrem Know-how finden die unabhängigen Profis von KVoptimal.de die passenden Tarife zu den günstigsten Konditionen. Gerne finden wir für Sie heraus, wie der optimale Versicherungsschutz für Sie und Ihre Familie aussehen könnte – zum Beispiel, ob Sie durch einen internen Tarifwechsel nachhaltig sparen können.

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