„Hände weg vom IFG! Informationsfreiheit retten“

Offener Brief an die Bundesregierung, das Bundesinnenministerium und die Bundestagsabgeordneten im Innenausschuss: „Hände weg vom IFG! – Informationsfreiheit retten“

Liebe Mitglieder der Bundesregierung,
Sehr geehrter Bundesinnenminister,
Liebe Mitglieder des Innenausschusses im Bundestag,

Die vom Koalitionsausschuss geplanten Änderungen des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG) stellen einen massiven Rückschritt für die gesellschaftlichen Freiheiten dar und beunruhigen uns zutiefst.

In Zeiten wachsenden Misstrauens gegenüber Politik und staatlichen Institutionen will die Regierungskoalition eines der wichtigsten Transparenzinstrumente der Bundesrepublik faktisch abschaffen. Seit 20 Jahren ermöglicht das IFG die konsequente Aufdeckung von Korruption und Machtmissbrauch. Sollten die geplanten Anpassungen umgesetzt werden, wäre das nicht nur das Ende eines Großteils der IFG-Anträge, sondern auch ein fataler Einschnitt in die Pressefreiheit in Deutschland.

Im Koalitionsvertrag 2025 einigten sich Union und SPD auf eine Reform des IFG „mit Mehrwert für Bürger und Verwaltung“. Die aktuelle Entscheidung verkehrt dieses Versprechen ins Gegenteil: Kein einziger der angekündigten Punkte verspricht einen Mehrwert für die Bevölkerung, jeder von ihnen stellt einen massiven Rückschritt für die Informationsfreiheit dar. Als breites zivilgesellschaftliches Bündnis 110 Wir rufen Sie an Organisationen, Vereine und Projekte auf: Schluss mit diesen Plänen! Schützen Sie das IFG und die Informationsfreiheit in ihrer jetzigen Form!

Der Beschluss von Union und SPD sieht vor, dass künftig nur noch IFG-Anträge mit nachgewiesenem „berechtigtem Interesse“ zugelassen werden und zivilgesellschaftliche Organisationen, Pressevertreter und Personen ohne deutsche Staatsbürgerschaft oder Unionsbürgerschaft ausgeschlossen werden. Behörden könnten Anträge auf weitere Gebietsausnahmen leichter ablehnen; Namen aller Behördenmitarbeiter – auch derjenigen in Führungspositionen – sollten konsequent geschwärzt werden. Künftig wären nahezu alle Anträge nicht mehr zulässig und die verbleibenden Anträge könnten zu massiven Kosten für die Antragsteller führen oder wichtige Informationen vorenthalten. Das Ergebnis: Das Ende der Informationsfreiheit.

Unter dem Vorwand des „Bürokratieabbaus“, der „Resilienz des Staates“ und des Schutzes kritischer Infrastrukturen wird das Informationsfreiheitsgesetz ausgehöhlt. Schon heute gilt: Die bestehenden Regelungen ermöglichen es Behörden, sensible Sicherheitsinformationen zu schützen. Die in Wachstumsmaßnahmen eingebetteten Argumente der Bundesregierung wirken daher eher wie eine Nebelwand, um ein für Verwaltung und Politik unbequem gewordenes Gesetz loszuwerden.

Die Zahlen zeigen: Die Koalitionsparteien arbeiten gegen den Willen der Bürger.

  • Laut einer aktuellen Studie im Auftrag der Bundesregierung wünscht sich ein großer Teil der Bevölkerung (83 %) mehr proaktive Transparenz und Informationsfreiheit seitens der Behörden.
  • Bei den Koalitionsverhandlungen im Jahr 2025 haben Hunderttausende eine Petition gegen den Angriff auf das IFG eingereicht und diesen abwehren können.

Sollten die Pläne der Regierung wie geplant umgesetzt werden, würde Millionen Bürgern, Journalisten und Organisationen das Recht auf Informationsfreiheit verwehrt. Darunter leiden: faktenbasierte Berichterstattung, öffentliche Kontrolle, zivilgesellschaftliches Engagement und Vertrauen in die Politik. Demokratie braucht ein starkes IFG!

Wir als zivilgesellschaftliches Bündnis aus 110 Organisationen, Vereinen und Projekten fordern Sie daher auf: Stoppen Sie die Pläne zur Einschränkung des Informationsfreiheitsgesetzes und schützen Sie die Transparenz für alle!

Abgeordnete beobachten
Aktionsbündnis Nichtraucher (ABNR)
AlgorithmusWatch
Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club, Landesverband Berlin – ADFC Berlin e.V.
Bündnis „Rechtssicherheit für politische Entscheidungen“
Amnesty International
anna elbe – Vision für Hamburg
Medizinische Arbeitsgemeinschaft Rauchen und Gesundheit e.V
Angriff auf Deutschland
betterplace lab gGmbH
BLUE 21 e.V
BUND – Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V
BUND Naturschutz in Bayern e.V. (BN)
Bundesweite Koordinierungsgruppe gegen Menschenhandel – KOK e.V
BUNDjugend Bayern
Bürgerinitiative A100 (BI A100)
Bürgerbewegung Finanzwende e.V
Campact e.V
Cannabisverband Deutschland
Zentrum für Demokratie und Informationsintegrität
Chaos Computer Club e.V
Kameraleute
Climate+Tech Think Tank für Klima und Resilienz
codetekt eV – mit Nachrichtenexpertise gegen Desinformation!
Koordination gegen BAYER-Drohungen
D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt
Demokratie International e.V
Der Freitag
Deutsche Gesellschaft für Informationsfreiheit e.V
Deutsche Journalisten-Union (dju) in ver.di
Deutsche Umwelthilfe
Deutscher Fundraising Verband e.V
Deutscher Journalisten-Verband e.V
Deutscher Naturschutzring (DNR)
Deutsches Netzwerk rauchfreier Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen
die tageszeitung (taz)
Digitalcourage e.V
Digitale Gesellschaft e.V
ECCHR (Europäisches Zentrum für Verfassungs- und Menschenrechte)
Europäisches Zentrum für Presse- und Medienfreiheit (ECPMF)
DIE FÜNF
FIAN Deutschland e.V
Filmkreis Hannover
Foodwatch
Forum Fairer Handel
Forum der Informatiker für Frieden und soziale Verantwortung (FIfF)
Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft e.V
Umwelt- und Entwicklungsforum
FragDenStaat
Frauen aktiv gegen Tabak e.V
Fridays for Future Deutschland
futur eins e.V
Gesellschaft für Klima und Demokratie e.V
Globales Politikforum Europa
Green Legal Impact Deutschland e.V
Greenpeace e.V
GREEN LEAGUE e.V
Humanistische Union e.V
Open Society Initiative e.V
INKOTA Network e.V
innn.it e.V
Innovationsgemeinschaft für Public Health e.V
Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung, IFT-Nord gGmbH
Interface Tech-Analyse und politische Ideen für Europa eV
Internationaler Verband intergeschlechtlicher Menschen – Organisation Intersex International Deutschland e.V
Jugendpresse Deutschland e.V
Kleindatenverein
CURVE Wustrow e.V
Landesnetzwerk Bürgerengagement Berlin e.V
Lausitzer Perspektiven e.V
LOAD eV – Verein für liberale Internetpolitik
LobbyControl
Mehr Demokratie e.V
NABU (Naturschutzbund Deutschland) e.V
NACOA Deutschland Interessenvertretung für Kinder aus suchtkranken Familien
Netzwerk Klimajournalismus Deutschland e.V
Netzwerkforschung e.V
Neue Deutsche Medienmacher e.V
Nichtraucherschutzbund Deutschland e.V. (NRSV)
Open Knowledge Foundation Deutschland e. V.
Open Parliament TV
openPetition
Paper Trail Media
Politik für morgen / nextlearning e. V.
PowerShift
PRO ASYL Bundesweite Arbeitsgemeinschaft für Flüchtlinge
Pro Rauchfrei e.V
ProjectTogether gGmbH
QueerScope | Verband unabhängiger Queer-Filmfestivals in Deutschland e.V
Reporter ohne Grenzen
Republikanische Juristenvereinigung (RAV e.V.)
Rette den Regenwald e.V
Romero-Initiative e.V
Schrödinger & Cat ev
Sea-Eye e.V
Sea-Watch e.V
SÜDWIND eV
SUPERRR Lab gGmbH
sharevalue eV
Transparency International Deutschland e.V
Umweltinstitut München e.V
Urgewald
Verband Deutscher Höhlen- und Karstforscher
Verband der Requisite & Bühnendekoration e.V
Verein für Natur und Landschaft in Brandenburg
Verfassungsblog gGmbH
Weltladen Hailer
Werkstatt Ökonomie e.V
Wikimedia Deutschland
Frauen engagieren sich für eine gemeinsame Zukunft (WECF) Deutschland e.V
Forschung

Helfen Sie uns, die Informationsfreiheit zu retten!

  • Unterzeichnen Sie unsere WeAct-Petition
  • Schreiben Sie Ihren Abgeordneten eine E-Mail oder stellen Sie ihnen eine Frage auf modellewatch.de – Vorlagen gibt es hier
  • Erzählen Sie anderen davon, damit wir gemeinsam die Abschaffung der Informationsfreiheit verhindern können

PakarPBN

A Private Blog Network (PBN) is a collection of websites that are controlled by a single individual or organization and used primarily to build backlinks to a “money site” in order to influence its ranking in search engines such as Google. The core idea behind a PBN is based on the importance of backlinks in Google’s ranking algorithm. Since Google views backlinks as signals of authority and trust, some website owners attempt to artificially create these signals through a controlled network of sites.

In a typical PBN setup, the owner acquires expired or aged domains that already have existing authority, backlinks, and history. These domains are rebuilt with new content and hosted separately, often using different IP addresses, hosting providers, themes, and ownership details to make them appear unrelated. Within the content published on these sites, links are strategically placed that point to the main website the owner wants to rank higher. By doing this, the owner attempts to pass link equity (also known as “link juice”) from the PBN sites to the target website.

The purpose of a PBN is to give the impression that the target website is naturally earning links from multiple independent sources. If done effectively, this can temporarily improve keyword rankings, increase organic visibility, and drive more traffic from search results.

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