Burnout, Depression & Psychotherapie – ein K.O.-Kriterium für die PKV?

Psychische Erkrankungen wie Burnout, Angststörung und Depression sind die neue Volkskrankheit Nummer eins und haben längst Rückenbeschwerden sowie Herz- und Kreislaufleiden überholt. Immer mehr Deutsche gehen in Therapie. Doch die Behandlung ist sehr teuer und viele Betroffene stehen vor der Frage, ob sie eine private Krankenversicherung finden, die sie trotz absolvierter Psychotherapie aufnimmt. Hier erfahren Sie, inwieweit eine „psychotherapeutische Vergangenheit“ ein Hindernis für die Aufnahme in eine PKV ist beziehungsweise welche Möglichkeiten für Betroffene es gibt. Außerdem informieren wir darüber, welche zusätzlichen Möglichkeiten der Absicherung empfehlenswert sind, wenn man psychische Probleme hat.

Ist eine Psychotherapie ein Ausschlusskriterium für die PKV?

Häufig ja! Psychische Erkrankungen sind für die Versicherungen erst einmal teure Diagnosen, weshalb viele private Krankenversicherungen psychisch Vorbelastete beziehungsweise die Kostenübernahme psychiatrischer Behandlungen von Vornherein ausschließen oder alternativ „knackige“ Risikozuschläge verlangen.

Damit bleibt vielen Betroffenen der Zugang zur PKV verwehrt.

Aber es gibt Ausnahmen:

  • immer mehr private Krankenversicherungen, die Psychotherapie regulär bis zu einer tariflich vereinbarten Höchstmenge übernehmen: z. B. 50 Sitzungen im Jahr
  • die Versicherung im Basistarif
  • die spätere Löschung von Risikozuschlägen abwarten, wenn keine Behandlung mehr nötig ist  
  • Wichtig ist es auch zu vergleichen und zu schauen, welchen Zeitraum die Versicherungen in der Gesundheitsprüfung abfragen. Das können typischerweise 3, 5 oder 10 Jahre sein.

Psychotherapeutische Behandlungen können alle treffen und werden neben beruflichen Belastungen durch Mobbing, Jobverlust auch im privaten Bereich etwa durch Prüfungen, Trennungen oder den Tod von Angehörigen ausgelöst. Sie haben eines gemeinsam, denn sie sind meist langwierig. Angefangen bei monatelangem Arbeitsausfall, über stationäre und ambulante Reha-Aufenthalte bis hin zur stufenweisen Wiedereingliederung und begleitenden Therapien.

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Kann ich trotz Depression oder Burnout in die PKV wechseln? 

Hier gibt es gute Neuigkeiten: Viele privaten Krankenkassen nehmen unter bestimmten Bedingungen auch psychisch Vorbelastete auf. Diejenigen, die in den letzten Jahren in Psychotherapie waren, können so zum Beispiel häufig im Basistarif versichert werden. Es gibt auch die Option zu warten bis mit einem entsprechenden Attest der Risikozuschlag wegfällt, weil keine Behandlungen mehr nötig sind.

Um 13,6 % haben die PKV-Ausgaben 2023 für ärztliche Leistungen in den Bereichen „Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie“ zugenommen

In die PKV trotz Vorerkrankung? Lesen Sie mehr dazu hier!

Die Kriterien für eine Aufnahme von psychisch Vorbelasteten in die PKV

Grundsätzlich hängt eine Aufnahme in die PKV trotz Psychotherapie vom jeweiligen Fall und von den jeweiligen Bedingungen der Versicherer ab. Wichtige Faktoren sind hierbei, um welche Diagnose es sich genau handelt, wie viele Sitzungen ambulant oder an Tagen stationär behandelt wurde, über welchen Zeitraum insgesamt. Wichtig ist noch, ob die Behandlung als abgeschlossen gilt, ob Medikamente verschrieben wurden und was der Auslöser war. 

Bei einem Wechsel in die private Krankenversicherung oder zu einem anderen PKV-Anbieter oder sogar in einen leistungsstärkeren Tarif beim bisherigen Versicherer wird in aller Regel eine Gesundheitsprüfung durchgeführt. Bei letzterem werden Gesundheitsfragen dann nur zu den neuen Mehrleistungen abgefragt. Auf einem Fragebogen muss wahrheitsgemäß über den Gesundheitszustand und bisherige Behandlungen Auskunft gegeben werden, um die Kosten abschätzen zu können. Das trifft auch zu, wenn es sich nur um temporäre Beeinträchtigungen wie bei der sogenannten depressiven Episode handelt.

Wie lange muss eine Psychotherapie zurückliegen für die PKV?

Mit den zeitlichen Maßstäben gehen die verschiedenen PKV-Unternehmen ganz unterschiedlich um. So bitten einige Versicherer lediglich für die vergangenen 3 Jahre, andere für 5 und viele für 10 Jahre um Angaben. Wer allerdings in einen leistungsstärkeren Tarif wechseln möchte, dem oder der kann der Versicherer psychotherapeutische Behandlungen ganz ausschließen oder Risikozuschläge zwischen 10 und 50 %, bei Verbeamteten von maximal 30 %, berechnen.

Worauf sollte ich beim Abschluss einer PKV mit Kostenübernahme für psychische Behandlungen achten?

Ob die private Krankenversicherung im Bereich psychische Therapien gut aufgestellt ist, lässt sich an einigen Kriterien festmachen. Hier geht es vorrangig um ambulante Behandlungen, aber gute private Krankenversicherungstarife leisten bei Psychotherapie umfassend sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich, während einfache Tarife ggf. überhaupt keine Leistungen für Psychotherapie enthalten.

eigene Darstellung

Anzahl Therapiesitzungen: Zunächst einmal sollten mindestens 30, besser 50 Therapiesitzungen bzw. idealerweise eine unbegrenzte Anzahl im Jahr inbegriffen sein. Zum Vergleich, die SDK erstattet die Kosten für eine Psychotherapie im Tarif der Serie A, S, Z vollständig und ohne Begrenzung der Sitzungszahl, während die Debeka in ihren Tarifen bis zur 52. Sitzung und die Gothaer in vielen Tarifen nur bis zur 30. Sitzung die Kosten übernimmt. Nicht jeder Versicherer hat in jedem Tarif die gleiche Leistung abgesichert, daher ist auch immer ein Vergleich der abgesicherten Leistungen vorzunehmen.

Die Höhe der erstatteten Kosten pro Sitzung: Es gibt Versicherer, die die ersten beispielsweise 30 Sitzungen zwar vollständig erstatten, für die darüber hinausgehenden Sitzungen aber nicht mehr eintreten. Andere erstatten vielleicht von Sitzung eins an nur 75 %, übernehmen aber beispielsweise bis zu 50 Sitzungen im Jahr. Hier heißt es, vergleichen und rechnen. Eigenanteile sollten sich aus finanziellen Gründen in einem niedrigen Prozentbereich bis max. ca. 15 % bewegen.

Wer darf behandeln? Vorab zu klären ist auch, wer überhaupt behandeln darf beziehungsweise wessen Behandlung übernommen wird. Während es bei ärztlichen Psychotherapeuten (Medizinstudium + psychotherapeutische Weiterbildung) keine Frage ist, sieht es bei psychologischen Psychotherapeuten (Psychologiestudium + psychotherapeutische Weiterbildung) oder Heilpraktikern etc. ganz anders aus. Auch hier lohnt vorab ein Blick in die Versicherungsbedingungen. Der Vorteil von einer großzügigen Kostenübernahme auch von einer „nicht-ärztlichen Therapie” liegt darin, dass es einfacher wird, in Notfällen kurzfristiger einen Behandlungstermin zu erhalten. Privatversicherte haben den Vorteil der freien Therapeutenwahl, auch ohne Kassenzulassung.

Kostenzusage einholen: Auch wer bereits bei einer privaten Krankenversicherung versichert ist, sollte zur Sicherung der Ansprüche VOR Therapiebeginn immer eine schriftliche Zusage zur Kostenübernahme anfordern.

Welche PKV übernimmt Psychotherapie vollständig?

Grundsätzlich übernehmen private Krankenversicherungen Psychotherapie, wenn eine medizinische Notwendigkeit besteht – und der Tarif Leistungen für Psychotherapie vorsieht. Diese fallen von Tarif zu Tarif sehr unterschiedlich aus: Von 0 bis 100 % Kostenübernahme ist alles dabei. Werden die Kosten für Psychotherapie vollständig erstattet, kann die Sitzungsanzahl pro Jahr begrenzt sein.

Auch interessant: Die Leistungen der PKV bei Wiedereingliederung und Krankentagegeld

Wie hoch ist ein Risikozuschlag bei psychischen Erkrankungen in der PKV?

Bei psychischen Erkrankungen und Behandlungen in den letzten Jahren müssen Versicherte, die in die private Krankenversicherung wechseln wollen, sehr wahrscheinlich mit Risikozuschlägen rechnen. Die Risikozuschläge für Burnout, Depression etc. liegen abhängig von Diagnose und Verlauf zwischen 10 und 50 %. Für Beamtinnen und Beamte gilt eine Obergrenze von 30 %, wenn ihre Versicherung an der sogenannten Öffnungsaktion teilnimmt. Diese regelt den Zugang zur PKV für gesundheitlich vorbelastete Verbeamtete, die bei Ablehnung der PKV auch keine (großen) Beihilfeleistungen erhalten würden. Wer nach Wegen sucht, zu sparen, kann einen internen Tarifwechsel prüfen. Das vollkommen legale und verbraucherfreundliche Tarifwechselrecht ermöglicht es Privatversicherten jederzeit in einen anderen Tarif bei der bisherigen Versicherung zu wechseln.

Die durchschnittliche Ersparnis mit einem internen Tarifwechsel liegt bei KVoptimal bei um die 43 %.

Was passiert, wenn ich psychische Vorerkrankungen verschweige?

Vorsicht, Lügen bei den Gesundheitsfragen sind keinesfalls Bagatellen. Werden Vorerkrankungen bewusst verschwiegen, kann der Versicherer die Kostenübernahme verweigern oder im Extremfall den Vertrag kündigen. Kurze Behandlungen wirken sich oft nicht nachteilig aus, da es durchaus private Krankenversicherungen gibt, die Betroffene trotzdem versichern. Auch bei langwierigeren Therapien kann die Versicherung je nach Dauer, Verlauf etc. einem Vertrag mit Risikozuschlägen oder akzeptablen Leistungsausschlüssen zustimmen.

Besser ist es, offen mit der Erkrankung an den Versicherer heranzutreten und optimale Bedingungen auszuhandeln, auch wenn eine Ablehnung folgt oder für die Risiken ein Beitragszuschlag festgelegt wird.

Info: Wer Überraschungen bei PKV-Anträgen vermeiden möchte, macht eine anonyme Risikovoranfrage

Mit einer anonymen Risikovoranfrage lässt sich vieles umgehen. Dabei werden mit den Eckdaten eines Versicherten verschiedene Angebote anonym eingeholt. So erhält man die besten Konditionen für eine private Krankenversicherung und schützt sich vor einem Ablehnungsvermerk in der Versicherungsakte.

Mehr zur anonymen Risikovoranfrage lesen Sie hier!

Wie sollte ich mich zusätzlich absichern, wenn ich psychische Probleme habe?

Wer den eigenen Versicherungsschutz aufstocken möchte, kann über einen internen Tarifwechsel nachdenken. Da gerade ältere Tarife Psychotherapie noch nicht als Leistung enthalten, diese aber mittlerweile für viele Anbieter selbstverständlich zum privaten Krankenversicherungsschutz gehört, kann sich ein Tarifwechsel lohnen. Der „kleine Umweg“ ist nötig, da eine nachträgliche Ergänzung in bestehenden Tarifen aus rechtlichen Gründen nicht möglich ist. Der interne Tarifwechsel ist auch keine Hürde, sondern jederzeit realisierbar, ohne erneute vollständige Gesundheitsprüfung und ohne, dass dabei Altersrückstellungen verloren gehen.

In besonders stressanfälligen Berufen ist das Risiko, irgendwann psychotherapeutisch behandelt zu werden, besonders groß. Daher ist es ratsam, schon frühzeitig – und am besten noch vor dem Auftreten der Erkrankung – eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) abzuschließen. Für bereits betroffene Menschen ist es allerdings sehr schwierig, im Nachhinein eine BU abzuschließen. Sie sollten prüfen, ob eine Erwerbsunfähigkeits-, Unfall- und Grundfähigkeitsversicherung eine Alternative sein kann. Eine Grundfähigkeitsversicherung kommt dann zum Einsatz, wenn bestimmte Fähigkeiten nach einer Krankheit oder Unfall beziehungsweise altersbedingt verlorengehen.

Berufsgruppen mit dem höchsten Risiko, berufsunfähig zu werden:

  • Dachdecker, Gerüstbauer und Bergarbeiter (gefährliche Arbeit, erhöhte Unfallgefahr)
  • Pflegekräfte, Altenpfleger und Krankenschwestern (körperlich und psychisch belastend)
  • Lehrkräfte, Erzieherinnen und Sozialarbeiter (stressig, überdurchschnittlich psychisch und emotional belastend)
  • Berufskraftfahrer, Lagerarbeiter und Logistiker (schwere körperliche Arbeit, erhöhte Unfallquote bzw. -gefahr)
  • Akademische Berufe mit Bürotätigkeit (psychische Erkrankungen, Krebserkrankungen und Herz-Kreislauf-Probleme machen auch vor Schreibtischen nicht halt)

Welche Alternativen habe ich, wenn mich die PKV ablehnt?

Die Konditionen abklopfen: Eine Ablehnung bei einem Versicherer ist kein Weltuntergang, da andere Anbieter das Risiko ganz anders bewerten können. Der einfachste Weg, um herauszufinden, welche private Krankenversicherung den Einzelfall mit (durchgemachten) psychischen Erkrankungen unter welchen Konditionen versichert, ist die anonyme Voranfrage bei mehreren Anbietern.

Risikozuschlag statt Leistungsausschluss: Manchmal hilft auch kluges Verhandeln. So lässt sich ein Leistungsausschluss ggf. durch einen akzeptablen Risikozuschlag austauschen. Der Zuschlag verteuert zwar den Beitrag, bietet aber einen vollständigen Schutz bei künftigen psychischen Erkrankungen. Ein Ausschluss hingegen bedeutet: Sie zahlen alle Therapiekosten selbst.

Eine weitere Option ist der Basistarif. Hier besteht Aufnahmepflicht – auch mit Vorerkrankungen. Die Leistungen sind festgelegt und entsprechen ungefähr denen der gesetzlichen Krankenkassen.

Bleibt es bei der Ablehnung, weil beispielsweise Versicherte sich in einer laufenden psychotherapeutischen Behandlung befinden, könnte die gesetzliche Krankenversicherung mit einer privaten Zusatzversicherung ergänzt werden. Diese können gewünschte Extras wie Chefarztbehandlung oder Einzelzimmer abdecken.

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A Private Blog Network (PBN) is a collection of websites that are controlled by a single individual or organization and used primarily to build backlinks to a “money site” in order to influence its ranking in search engines such as Google. The core idea behind a PBN is based on the importance of backlinks in Google’s ranking algorithm. Since Google views backlinks as signals of authority and trust, some website owners attempt to artificially create these signals through a controlled network of sites.

In a typical PBN setup, the owner acquires expired or aged domains that already have existing authority, backlinks, and history. These domains are rebuilt with new content and hosted separately, often using different IP addresses, hosting providers, themes, and ownership details to make them appear unrelated. Within the content published on these sites, links are strategically placed that point to the main website the owner wants to rank higher. By doing this, the owner attempts to pass link equity (also known as “link juice”) from the PBN sites to the target website.

The purpose of a PBN is to give the impression that the target website is naturally earning links from multiple independent sources. If done effectively, this can temporarily improve keyword rankings, increase organic visibility, and drive more traffic from search results.

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