Jobwechsel, Auslandsaufenthalte und Elternzeit, aber auch steigende PKV-Beiträge, Inflation, Arbeitsplatzverlust, Krankheit oder Auftragsflaute bei Selbstständigen führen dazu, dass immer mehr Versicherte aktiv nach Möglichkeiten suchen, Beiträge zu senken oder Zahlungen auszusetzen.
Und ja, es gibt Möglichkeiten – aber nicht alle sind für jeden geeignet.
Was macht zum Beispiel ein selbstständiger Grafikdesigner, wenn die Aufträge ausbleiben und es immer schwieriger wird, die 620 Euro im Monat aufzubringen? Ist das Beitragsbefreiung Oder ist es wirklich die beste Lösung, die private Krankenversicherung in Ruhe zu lassen?
Was bedeutet beitragsfrei überhaupt?
Vorweg: Eine vollständige Beitragsbefreiung in der privaten Krankenversicherung gibt es nicht. Mindestbeiträge müssen immer gezahlt werden – auch bei Leistungskürzungen.
Andere Versicherungsarten wie die Kapitallebensversicherung, die private Rentenversicherung oder die Berufsunfähigkeitsversicherung ermöglichen einen vollständigen Beitragsentfall und eine Aussetzung von Verträgen. Diese können unter bestimmten Voraussetzungen (Mindestlaufzeit, konkreter Auszahlungsbetrag) beitragsfrei gewährt werden. In diesem Fall zahlt beispielsweise eine private Rentenversicherung den angesparten Betrag zum vereinbarten Zeitpunkt rund um den Rentenbeginn aus. Dieser fällt dann aufgrund der fehlenden Beitragsjahre lediglich geringer aus.
Private Krankenversicherung pausieren – geht das?
Kann man die private Krankenversicherung pausieren oder von den Beiträgen befreien? In der privaten Krankenversicherung basiert das System auf dem Prinzip der Kapitaldeckung: Jeder Versicherte finanziert seinen künftigen Leistungsbedarf durch eigene Beiträge und angesammelte Altersvorsorge. Anders als in der gesetzlichen Krankenversicherung gibt es keinen Solidaritätsausgleich, der eingreifen könnte. Wird ein Beitrag nicht mehr geleistet, besteht keine konkrete Finanzierungsgrundlage für die vertraglich zugesicherten Leistungen. Auch im Notstandstarif mit Minimalleistungen sind weiterhin Mindestbeiträge fällig.
Die Aussetzung der privaten Krankenversicherung ist möglich, allerdings nicht im Sinne einer beitragsfreien Pause, sondern durch eine sogenannte Anwartschaftsversicherung.
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Ermöglichen Sie die Aussetzung der privaten Krankenversicherung durch einen Anspruch
Wer seine eigene private Krankenversicherung auf Eis legen möchte, kann als „Platzhalter“ eine Anwartschaftsversicherung abschließen – das ist sozusagen der Ruhezustand der privaten Krankenversicherung. Dieser ist zwar nicht völlig kostenlos, aber deutlich günstiger als der normale Beitrag. Sie zahlen einen kleinen Grundbeitrag (5 bis 10 % der Prämie, bei Prämientarifen ist der Beitrag höher), um die wertvolle Altersvorsorge und den Gesundheitszustand zu „erhalten“, während der eigentliche Versicherungsschutz pausiert – etwa weil Sie ins Ausland ziehen oder vorübergehend in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert sind.
Der große Vorteil: Wer zurückkehrt, gelangt ohne erneuten Gesundheitscheck und ohne Verlust des angesparten Altersguthabens wieder in den alten Tarif.
Info: Für wen ist eine Anwartschaftsversicherung sinnvoll? – Beispiel
Ein Anspruch kann sich beispielsweise für berufstätige Privatversicherte mit kleinen Kindern lohnen, die aufgrund des geringeren Gehalts während der Elternzeit vorübergehend in die Pflichtversicherung der gesetzlichen Krankenversicherung (Familienversicherung) übergehen.
Sind die Kinder älter und können sie in einer Kinderkrippe oder Kindertagesstätte betreut werden, kann der Vertrag einfach zu den gleichen Bedingungen weitergeführt werden; ohne erneuten Gesundheitscheck und mit allen Altersbestimmungen. Gleiches gilt für Versicherte, die beispielsweise aus beruflichen Gründen für einige Jahre in ein außereuropäisches Land ziehen und dort eine Versicherung abschließen.
Eine Anwartschaftsversicherung ist grundsätzlich für diejenigen interessant, die voraussichtlich oder sicher in die private Krankenversicherung zurückkehren werden, z. B. für:
- Versicherte in Teilzeit oder Elternzeit und vorübergehender Pflichtversicherung in der GKV.
- Versicherte, die in ein neues oder anderes abhängiges Beschäftigungsverhältnis mit Versicherungspflicht in der GKV wechseln.
- Versicherte Personen, die auf absehbare Zeit (aus beruflichen Gründen) ins Ausland ziehen.
- Privatversicherte Studierende, die in den ersten Berufsjahren unterhalb der Jahresgehaltsgrenze verdienen und daher in der GKV pflichtversichert sind.
Anspruchsberechtigung: Wie lange kann man eine private Krankenversicherung „beitragsfrei“ abschließen?
Eine Anwartschaftsversicherung kann sehr kurzfristig und mit geringem Aufwand beantragt werden – auch rückwirkend. Die Dauer eines Anspruchs ist in der Regel nicht begrenzt – Sie können den PKV-Vertrag also theoretisch so lange ruhen lassen, wie Sie möchten. Wenn der Anspruchsgrund entfälltso z. B. aufgrund des Endes der Elternzeit und der Rückkehr in den alten Arbeitsplatz sowie einer Gehaltserhöhung keine Versicherungspflicht mehr besteht, Versicherte haben zwei Monate Zeit, die Aktivierung ihrer privaten Krankenversicherung zu beantragen.
Vergleich: Kleine und große Erwartungen
Versicherte, die ihre private Krankenversicherung auf Eis legen und sich die aktuellen Konditionen sichern möchten, können zwischen einer kleinen und einer großen Anwartschaftsversicherung wählen. Der kleine Anspruch ist günstiger und bietet auch etwas weniger Leistungen. Der Große ist teurer und bietet flexiblere Leistungen:
| KLEINE UNTERSTÜTZUNG | Tolles Warten | |
| Für wen geeignet? | Versichert mit eher Zurück zur PKV | Versichert mit sicherer Zurück zur PKV |
| Besteht ein Anspruch auf Versicherungsleistungen? | NEIN | NEIN |
| Ist eine Altersvorsorge aufgebaut? | NEIN | Und |
| Monatliche Kosten | ca. 5 bis 10 % des bisherigen PKV-Beitrags | höhere Beiträge, da weiterhin Altersrückstellungen aufgebaut werden |
| Relevanter Gesundheitszustand und Alter für die Beitragsberechnung | Gesundheitszustand und Alter zu Beginn des Anspruchszeitraums (keine weitere Gesundheitsuntersuchung) | Gesundheitszustand und Alter bei Vertragsabschluss (keine weitere Gesundheitsprüfung) |
Mehr über den Sinn und die Kosten einer Anwartschaftsversicherung erfahren Sie hier!
Alternativen zum Anspruch bzw Beitragsbefreiung private Krankenversicherung
Wenn Sie nach Möglichkeiten suchen, die günstigen Konditionen der privaten Krankenversicherung auch für eine spätere Rückkehr zu erhalten, können Sie die Anspruchsvariante wählen. Wenn Sie nicht versicherungspflichtig nach der GKV sind und aus finanziellen Gründen die Prämienkosten senken möchten, haben Sie andere Möglichkeiten.
Basistarif gemäß § 193 VVG
Alle Privatversicherten, die ihre PKV nach 2008 abgeschlossen haben, können in den Basistarif wechseln – für Langzeitversicherte steht der Standardtarif zur Verfügung. Der Basistarif bietet Pflichtleistungen, die sich an denen der gesetzlichen Krankenkassen orientieren:
Der Basistarif bietet Leistungen auf GKV-Niveau
- Medizinische und zahnärztliche Leistungen, die Teil der gesetzlichen Krankenversorgung nach der GKV sind
- allgemeine Krankenhausdienstleistungen
- Vorsorgeuntersuchungen nach den gesetzlich festgelegten Programmen
- Impfungen
- Hilfsmittel (Standardversion)
- Abhilfemaßnahmen gemäß tarifeigenem Abhilfeverzeichnis
- verschreibungspflichtige und bestimmte nicht verschreibungspflichtige Medikamente und Verbände
- Psychotherapie nach vorheriger Kostenfreigabe durch die Krankenkasse
Die Altersvorsorge, die für stabile Beiträge im Alter sorgen soll, bleibt im Basistarif vollständig erhalten und wird weiterhin gebildet.
Privatversicherte müssen gegebenenfalls Kürzungen im Leistungsumfang hinnehmen, wenn die Behandlung im Vergleich zum bisherigen Tarif eingeschränkt werden kann.
Grundtarifbeitrag = GKV-Höchstbeitrag = 1.017,18 € (Stand 2026)
+ durchschnittlicher Zusatzbeitrag der gesetzlichen Krankenversicherung bei 2,9 % (Stand 2026)
+ individueller Beitrag zur obligatorischen Pflegeversicherung
– Arbeitgeberzuschuss für abhängig Beschäftigte = max. 508,59 € (Stand 2026)
oder
– Zuschuss zur Rentenversicherung für Rentner
Wenn Sie Hilfe benötigen, wird der Beitrag halbiert oder die Sozialhilfe bzw. Rentenversicherung übernimmt einen Teilbetrag oder den gesamten Beitrag.
Auf einen Blick: Vergleich Basistarif und Standardtarif!
Interne Tarifumstellung nach § 204 VVG – oft unterschätzt
Die größte Ersparnis lässt sich oft durch den Wechsel zu einem günstigeren Tarif Ihrer aktuellen privaten Krankenversicherung erzielen. Wenn Sie über eine Befreiung von den PKV-Beiträgen nachdenken und dringend Kosten sparen müssen, können Sie schauen, ob es einen vergleichbaren und günstigeren Tarif gibt, den die Versicherung jetzt anbietet. Um attraktiv zu bleiben, bringen Versicherungen immer wieder neue Tarife auf den Markt.
Der interne Tarifwechsel ist verbraucherfreundlich. Die Altersbestimmungen bleiben in vollem Umfang erhalten und eine Gesundheitsprüfung ist nur für mögliche Zusatzleistungen erforderlich. Zusatzleistungen können von vornherein aus dem neuen Tarif ausgeschlossen werden, um die Gesundheitsprüfung und damit das Risiko von Zuschlägen zu vermeiden.
Info: Normalerweise keine gute Idee: Rückkehr in die GKV
Wer z. B. durch Teilzeit oder Elternzeit mit seinem Einkommen die Jahresgehaltsgrenze (2026: 77.400 € bzw. 6.450 € monatlich, jeweils brutto) unterschreitet oder arbeitslos wird, kann theoretisch in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln.
Für Versicherte ab 55 Jahren ist eine Rückkehr jedoch kaum möglich. Gerade im Alter erwarten viele Menschen günstigere Beiträge. Aber stimmt das tatsächlich? Zwei Argumente dagegen:
- Nach Angaben des PKV-Verbandes steigen die Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung (3,9 %) schneller als in der privaten Krankenversicherung (3,4 %). Der Vergleichszeitraum ist 2006 bis 2026.
- Wer nicht 90 % der zweiten Hälfte seines Erwerbslebens gesetzlich versichert war, hat keinen Anspruch auf die Rentenkrankenversicherung (KVdR). Das bedeutet, dass für die Berechnung der GKV-Beiträge nicht nur die gesetzliche Rente und ggf. eine betriebliche Altersvorsorge herangezogen werden, sondern auch private Renten- oder Lebensversicherungen, Mieteinnahmen und sonstige Kapitalerträge.
Zunächst lohnt es sich zu prüfen, ob ein interner Tarifwechsel die gewünschten Einsparungen ermöglicht.
Info: Normalerweise keine gute Idee: die private Krankenversicherung wechseln
Der Frust über wiederholte Prämienerhöhungen oder die Verweigerung der Kostenübernahme etc. kann zu dem Gedanken führen, nicht aus der privaten Krankenversicherung auszusteigen, sondern „nur“ zu wechseln. Für Privatversicherte mit einigen Versicherungsjahren kann dies dennoch eine Option sein. Vor allem für Langzeitversicherte rechnet sich dieser Schritt weniger – ganz im Gegenteil.
Denn die Altersvorsorge kann zumindest teilweise nicht mitgenommen werden und durch die verpflichtende Wiederholung der Gesundheitsuntersuchung (zur Berechnung der Beiträge muss die neue Krankenkasse den aktuellen Gesundheitszustand ermitteln) kann es zu Zuschlägen für zwischenzeitlich erworbene Erkrankungen oder durchgeführte Therapien und Behandlungen kommen.
Daher ist der Wechsel zu einer anderen privaten Krankenversicherung auf lange Sicht oft eine kostspielige Entscheidung.
Notruftarif gemäß § 193 VVG
Der Notruftarif ist keine frei wählbare Option. Versicherte mit Beitragsrückständen werden vom Versicherer in diesem Sozialtarif zusammengefasst. Der stark reduzierte Beitrag von durchschnittlich 155 Euro pro Monat soll einen schnellen Schuldenabbau ermöglichen.
Akutversorgung und Leistungen erhalten Versicherte nur während der Schwangerschaft. Eine Rückkehr zum Regeltarif ist an die vollständige Tilgung der Schulden geknüpft.
Info: Das passiert, wenn Sie die private Krankenversicherung nicht mehr bezahlen können
Wenn Sie nicht in die private Krankenversicherung (PKV) einzahlen, verlieren Sie keinen Versicherungsschutz. Nach einiger Zeit (z. B. bei Schulden in der Höhe von zwei Monatsbeiträgen) und nach einem gesetzlichen Mahnverfahren erfolgt jedoch die Umstellung auf den Nottarif, der laut PKV-Verband durchschnittlich 155 Euro pro Monat kostet. Es empfiehlt sich, möglichst frühzeitig unabhängigen Rat einzuholen, um herauszufinden, welche guten Krankenversicherungsmöglichkeiten es gibt.
Für wen lohnt sich jede Option?
Grundsätzlich muss unterschieden werden, ob es sich um einen kurzfristigen Engpass oder eine dauerhafte Situation handelt. Die folgende Grafik zeigt, welche Prämienverbilligungsvariante sich für wen lohnen kann.

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A Private Blog Network (PBN) is a collection of websites that are controlled by a single individual or organization and used primarily to build backlinks to a “money site” in order to influence its ranking in search engines such as Google. The core idea behind a PBN is based on the importance of backlinks in Google’s ranking algorithm. Since Google views backlinks as signals of authority and trust, some website owners attempt to artificially create these signals through a controlled network of sites.
In a typical PBN setup, the owner acquires expired or aged domains that already have existing authority, backlinks, and history. These domains are rebuilt with new content and hosted separately, often using different IP addresses, hosting providers, themes, and ownership details to make them appear unrelated. Within the content published on these sites, links are strategically placed that point to the main website the owner wants to rank higher. By doing this, the owner attempts to pass link equity (also known as “link juice”) from the PBN sites to the target website.
The purpose of a PBN is to give the impression that the target website is naturally earning links from multiple independent sources. If done effectively, this can temporarily improve keyword rankings, increase organic visibility, and drive more traffic from search results.